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Ein Problem, dessen Lösung und eine Idee

Zuerst das Problem

Familie Hoffmann

Familie Hoffmann

1971 hatte ich vier Kinder, aber auch nur zwei Arme. Wie sollte ich meine neugeborenen Zwillinge genug tragen können? Ein Tuch musste her, so wie es die Naturvölker nutzen, um ihre Kleinen immer bei sich zu haben. Bekannte schickten eines aus Mexiko, und damit schien das eigene Problem zunächst gelöst.

 

Offensichtlich aber nicht das Problem vieler anderer Mütter, die unbedingt “auch so ein Tuch” haben wollten, nachdem sie den Bericht über meine Tragetuch-Idee im “Stern” gelesen hatten. Aber woher nehmen? Ich hatte ja nur ein Tuch und das brauchte ich selbst. Einfach hier in Deutschland Tragetücher weben lassen? Inzwischen war ich so fasziniert von der Idee, dass schon bald viel mehr Kinder getragen anstatt abgelegt werden, dass ich es riskierte, ganz ohne Kapital. Nach unendlich vielen Absagen fand sich eine Weberei in unserer Nähe bereit, genau nach meinen Angaben Tücher zu weben, von Anfang an ohne irgendwelche Chemie, dafür aber gleich eine recht große Anzahl. Jetzt gab es kein Zurück mehr, ich musste für das Tragen werben und entwarf mein erstes kleines Faltblatt.

 

Qualität

Das importierte Tragetuch war ausreichend für die mexikanische Bindeweise, die aber für europäische Eltern nicht gut tragbar ist. Für die von mir entwickelte Bindeweise vor dem Bauch musste der Baumwollstoff von einer speziellen elastischen Webart sein, die auch nach häufigem Waschen und Binden diese Elastizität nicht verliert. Genau diese Webart zeichnet Didymos noch heute aus.

Damals – also 1971 – galt es als Fortschritt, wenn Textilien “pflegeleicht” ausgerüstet waren. Am einzelnen Kleidungsstück bemerkte man das kaum, stand man aber im Lagerraum einer Weberei, fingen die Augen an zu tränen bei dem beißenden Geruch. Das konnte für Kinder nicht gesund sein. Es bedurfte einiger Überredungskunst, chemiefreien Stoff zu bekommen, und teurer wurde es auch. In dieser Hinsicht haben wir uns nie beirren lassen, lange bevor “umweltfreundlich” und “ökologisch” eine Bedeutung für Eltern bekam. Babys prüfen alles mit dem Mund, und deshalb mussten außerdem die Farben der Didymos-Tücher hundertprozentig schwermetallfrei sein.

 

Die Marke

Schon bald war aus der Problemlösung und der Idee des Babytragens eine kleine Firma mit zwei (Teilzeit-)Mitarbeiterinnen und einem Lehrling entstanden, und weil die Zwillinge Lisa und Tina der Auslöser waren, erhielt diese Firma den Namen Didymos, der altgriechische Begriff für Zwilling. Wir entwickelten immer neue Trageweisen, passten ihnen die Tuchlängen an und entwarfen neue Muster. Die Begeisterung vieler Eltern für diese neue Art des Babytransports wuchs zunehmend, und damit auch die Firma DIDYMOS. Der intensive Erfahrungsaustausch mit Müttern und Vätern, mit Hebammen und Ärzten spielte von Anfang an die herausragende Rolle.

Jetzt, da aus den winzigen Anfängen ein veritabler Familienbetrieb gewachsen ist, gilt es, diesen Dialog in Gang zu halten. Viele unserer Mitarbeiterinnen haben inzwischen selbst ihre Kinder getragen oder haben noch kleine Tragebabys. Immer häufiger rufen uns junge Eltern mit den unterschiedlichsten Fragen zu ihrem Baby an. Das bedeutet, dass wir auch unsere Mitarbeiterinnen, die selbst noch keine Kinder haben, für die Fragen und Sorgen junger Eltern sensibilisieren. Als hilfreich hat sich dabei erwiesen, dass dem größeren Familienbetrieb inzwischen auch ein Mehr an Familie zur Seite steht: Zwei Töchter von Erika Hoffmann mit eigenen Kindern sind in der Firma tätig – die erste Generation, die das Tragen aus beiden Perspektiven kennt.

Im Laufe der Zeit haben wir eine große Zahl an Fachliteratur und Erfahrungsberichten rund um das Thema “Tragen von Babys” gesammelt. Eine unserer Aufgaben sehen wir darin, diese Informationen sowohl jungen Eltern als auch dem Fachpersonal zugänglich zu machen. Unser Ziel ist es, allen Babys wieder zu ihrem Recht als “Traglinge” zu verhelfen, die sie von Natur aus sind.

 

Qualitätssicherung

Um die Qualität und die umweltverträgliche Herstellung unserer Produkte auch in Zukunft zuverlässig zu gewährleisten, verbietet sich die Auslagerung selbst einzelner Produktionsschritte in Billiglohnländer. Eine durchgehende Qualitätssicherung ist nur bei der Kontrolle über die gesamte Bearbeitungskette möglich. Außerdem sichern wir Arbeitsplätze in unserem eigenen Betrieb und darüber hinaus in regionalen Traditionsbetrieben. Wir tragen Verantwortung für die Ausbildung junger Menschen auch und gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Bei den Kindersachen, die wir nicht selbst herstellen, werden wir weiterhin unsere Kenntnisse nutzen, um Textilien und Spielzeug aus hiesiger Produktion zu finden, die wir auch für unsere eigenen Kinder wählen würden.

 

Firmenphilosophie

Kinder standen und stehen bei DIDYMOS immer an erster Stelle. Deshalb ist unser größtes Anliegen seit 1972, dass möglichst viele Babys am Körper der Eltern getragen werden und so die wichtige Bindung zwischen Eltern und Kind gestärkt wird. Dabei freut uns besonders, dass immer mehr Babys mit einem schwierigen Start, wie zum Beispiel zarte Neugeborene oder kranke und behinderte Babys, von ihren Eltern und zunehmend schon in der Klinik von Krankenschwestern den Körperkontakt erleben und damit so manche Hürde leichter überwinden können.

Die Tragetücher dazu müssen von unverwechselbarer Qualität sein in Bezug auf die Reinheit des Gewebes und der Farben, aber auch in Bezug auf die Schönheit der Muster. Dabei gehen wir keine Kompromisse ein bei der umweltverträglichen Herstellung – nicht nur beim fertigen Produkt, sondern in der gesamten Verarbeitungskette, angefangen beim Anbau der Baumwolle. Wir legen absoluten Wert darauf, dass an keiner Stelle Kinderarbeit im Spiel ist, dass hohe soziale und ökologische Standards eingehalten werden. Die Konsequenz daraus ist, dass der gesamte Produktionsprozess in Deutschland und angrenzenden Nachbarländern stattfindet. Zudem ist es uns als Familienbetrieb sehr wichtig, dass Berufstätigkeit und Familie sich stressfrei verbinden lassen. Wir bieten deshalb den jungen Müttern in unserer Firma seit Jahren jede Möglichkeit der Teilzeitarbeit an. Möchte eine Mitarbeiterin ihr Baby stundenweise mitnehmen an den Schreibtisch, findet ihr Kind Platz – wenn nicht im Tuch, so im eigens dafür angeschafften Firmenkörbchen. So können junge Mütter ohne schlechtes Gewissen schon früh wieder am Berufsleben teilnehmen. Für dieses Engagement haben wir den baden-württembergischen Preis als Familienfreundlicher Betrieb erhalten.

Dass wir in jedem Jahr mindestens einen Lehrling ausbilden, gehört schon seit Jahrzehnten zur Tradition. Viele dieser Lehrlinge sind nach ihrer Ausbildung in unserem Team geblieben, manche sind auch heute noch mit dabei.

 

Zum guten Schluss:

Wir sehen unsere Verpflichtung darin, Kindern die Welt lebenswert zu machen. Das betrifft nicht nur unsere Kinder, sondern Kinder auf der ganzen Welt. Darum unterstützen wir regelmäßig nationale und internationale Hilfsprojekte für Kinder. Wir wollen mithelfen, dass möglichst viele Kinder die Möglichkeit erhalten, an Leib und Seele unversehrt aufzuwachsen.

Wir wünschen uns, dass Sie uns weiterhin bei unserer Arbeit mit Lob, Kritik und Anregungen unterstützen, und freuen uns auf den Dialog mit Ihnen. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Welt für unsere Kinder ertragbar bleibt.

 

 

Ihre
Unterschrift EH

 

 

 

und das DIDYMOS-Team