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Die Anfänge des DIDYMOS-Babytragetuchs

Zwillinge

Erika Hoffmann mit den Zwillingen Lisa und Tina, 1972

Das Babytragen haben wir nicht erfunden, das gibt es schon immer, aber Erika Hoffmann hat es wieder eingeführt in einer Zeit, in der Kinder nicht im Elternbett schlafen durften, das Stillen nach der Uhr zu erfolgen hatte, Kinder „durchschlafen“ mussten und Mütter von ihren Kindern nach Geburt noch mindestens 24 Stunden getrennt wurden „um sich zu erholen“ – also in einem Klima, in dem schon Babys zu „funktionieren“ hatten.

 

Die Geschichte des DIDYMOS-Babytragetuchs beginnt 1971 mit den Zwillingen Lisa und Tina (Zwilling = altgr. didymos).

 

Als einmal ein Weinen aus dem Kinderzimmer unmissverständlich signalisierte: Mama, ich bin ausgeschlafen!, ein Berg unerledigter Hausarbeit aber nicht länger zu verschieben war, beschloss ich endgültig, mir den kleinen Schreihals umzubinden, wie es die Frauen in allen Teilen unserer Erde seit Jahrhunderten machen.

Schon früher hatten mich die Berichte aus fernen Ländern fasziniert, in denen die Mütter ganz unkompliziert und mit ihren Kindern aufs engste verbunden ihrer täglichen Arbeit nachgehen.

Ich besaß ein Tragetuch aus Mittelamerika; es war mir aber zunächst doch zu exotisch erschienen, und deshalb hatte ich es erst einmal in der Wickelkommode vergraben.

 

 

Spaziergang

Erika Hoffmann mit Tina an der Hand, 1976

Jetzt aber war es so weit:

Eine Weile probierte ich, bis ich den richtigen Dreh fand, und spazierte durch unser Dorf, in das wir erst wenige Wochen vor der Geburt der Zwillinge umgezogen waren.

Im Nu waren wir das Dorfgespräch und die Bemerkungen nicht immer nur zustimmend. Letztlich überzeugten mich aber die Kleinen. Sie strahlten schon, wenn sie ihr Tuch nur sahen, und auch ich genoss den Körperkontakt mal mit Lisa, dann mit Tina wie eine verlängerte Schwangerschaft.

 

Und es hat ja auch große Vorteile:

Die Arbeit muss nicht mehr in die kurzen Schlafpausen gedrängt werden, ich bekam den Haushalt wieder in den Griff und wurde ausgeglichener in dem Bewusstsein, dass auch die beiden Jüngsten genauso viel Wärme und Körpernähe zu spüren bekamen wie ihr Bruder und ihre Schwester während deren Babyzeit, die ich damals stundenlang auf dem Arm herum getragen hatte.

 

 

 

 

Haushalt

Erika Hoffmann mit den Zwillingen, 1973

Als sich bei Tina herausstellte, dass sie an einer angeborenen Hüftdysplasie litt und ihr deshalb eine Spreizhose verordnet wurde, habe ich ihr nachts zwar dieses “Korsett” angelegt, sie tagsüber aber durch das Tragen davor bewahrt, da sie im Tuch mit gespreizten Beinchen auf meiner Hüfte saß.

Unser Kinderarzt, dem ich vorher nichts davon berichtet hatte, zeigte sich bei der Nachuntersuchung hochzufrieden über den guten Heilerfolg.

Das Tragetuch wäre heute wahrscheinlich nur noch eine schöne Erinnerung an die ersten Jahre mit unseren Zwillingen.

Doch als die “Heilbronner Stimme” und der “Stern” Berichte über uns gedruckt hatten, wollten Eltern aus ganz Deutschland Tragetücher von mir haben, und ich hatte doch selbst nur eins…

Wie ich auf dem kleinen Dorf mit vier Kindern im noch nicht fertigen Haus die Babytragetuch-Firma gegründet habe, das ist dann die nächste Geschichte.

 

 

 

 

 

 

Einkaufen

Erika Hoffmann mit Anna an der Hand und Lisa im Tuch, 1972

Nur so viel noch: Ohne Tragetuch wäre es nicht gegangen.

 

Mit den besten Wünschen für Sie und Ihre Familie,

 

Unterschrift EH

 

 

Die Rückentrage auf den Bildern ist übrigens mit einem kurzen (2 m) Tuch gebunden. Das geht zur Not auch, ist aber nicht sonderlich bequem. Seit damals haben wir einige, deutlich bessere Trageweisen entwickelt, für die Sie aber ein längeres Tuch benötigen.

 

Und wie die Entwicklung seit 1972 weiterging, lesen Sie hier