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Gedanken zum Preis der Dinge

Die Ergebnisse einer Elternbefragung zu Qualität und Preis

 

Mit unseren Qualitätsansprüchen liegen wir nicht im derzeitigen “Geiz-ist-geil-Trend”.

 

Da erhebt sich die Frage: Ist Qualität nicht mehr en Vogue oder geht der Trend in die falsche Richtung?

 

Um diese Frage zu klären, haben wir 2010 eine Umfrage gemacht.
Die Fragestellung war: Welche Einsparungen würden Eltern akzeptieren, um den Preis von DIDYMOS-Tüchern zu senken?

 

Wobei sollen wir Ihrer Meinung nach sparen?

Auswertung einer Internet-Umfrage mit 2573 Teilnehmern

 

 

Sparen bei Rohstoffe

Das meinten 2 Prozent: Wir verwenden nur Rohfasern der jeweils höchsten Qualitätsstufe aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Baumwolle ist extrem langfaserig. Daher können wir in der Produktion auf chem. Hilfsstoffe verzichten, und das Gewebe ist sehr haltbar und scheuerbeständig.
Anmerkung: Baumwolle gibt es in verschiedenen Qualitäten und zu unterschiedlichsten Preisen. Manche hält Jahrzehnte, andere ist eher zum baldigen Verbrauch bestimmt. Nun würde der Einsatz billigerer Rohfasern den Endpreis nicht so dramatisch senken, dass es den Qualitätsverlust rechtfertigen würde. Andererseits, unsere Tücher halten Jahrzehnte und werden oft für teures Geld weiterverkauft, was nicht so gut fürs Geschäft ist. Vielleicht sollten wir… Aber nein! Natürlich nicht!

 

Sparen bei Herstellungsort

Das meinten 2,3 Prozent: Unsere gesamte Herstellung findet in Deutschland und Österreich statt. In Länder wie Indien oder Pakistan wäre das viel billiger. Allerdings sind dort die Arbeitsbedingungen kaum zu überprüfen. Selbst Kinderarbeit ist an der Tagesordnung, und die dortige Textilindustrie ist der größte Wasserverschmutzer und -verschwender. Nicht zuletzt sichern wir bei uns Arbeitsplätze in einem traditionsreichen Wirtschaftszweig.
Anmerkung: In der Auslagerung in Billiglohnländern liegt ein sehr großes Einsparpotential. Aber 98 Prozent der Befragten finden es nicht gut, wenn Firmen “outsourcen” und “global-playen”. Leider sieht man nicht allen Sachen an, wo sie hergestellt werden, aber wir produzieren hier. Nur die Rohbaumwolle kaufen wir in fernen Ländern, und auch dabei achten wir auf ökologische und soziale Aspekte, deswegen kaufen wir nur GOTS-zertifizierte Baumwollgarne.

 

Sparen bei Gewebe

Das meinten 4,7 Prozent: Unsere Jacquard- und Kreuzköper-Gewebe mit unterschiedlichen Garnen in Kette und Schuss sind dauerhaft elastisch und sehr haltbar. Die Kosten entstehen hier durch die geringe Webgeschwindigkeit auf komplizierten Webstühlen, ein großes Garnlager (2 Garntypen pro Farbe) und den großen Aufwand für die Qualitätssicherung.
Anmerkung: Trotz des höheren Aufwandes weben wir Jacquard-Tücher, und wir weben mit zwei unterschiedlichen Garnen. Wir tun das, weil es sich in unserer jahrzehntelangen Erfahrung als das Beste herausgestellt hat. Andere tun’s nicht, weil es eben nicht so einfach und deshalb teurer ist. Da über 95 Prozent der Leute das Besondere zu schätzen wissen, bleiben wir dabei.

 

Sparen bei Färbung

Das meinten 33,9 Prozent: Wenn man, wie wir, die Garne vor dem Weben färbt, kann man die Bedingungen optimal auf den jeweiligen Farbstoff abstimmen. So erreichen wir die stabilste und ökologisch wie physiologisch unbedenklichste Färbung. Günstiger ist die sonst übliche Methode: Man webt den immer gleichen weißen Stoff und färbt oder bedruckt ihn nach Bedarf.
Anmerkung: Hier sehen ein Drittel der Befragten ein Einsparpotential. Etwas schlichtere Modelle, einfarbig oder bedruckt? Dem Baby wäre es egal, solange die anderen Eigenschaften auf dem bewährten Stand bleiben. Allerdings erreichen wir bisher nur mit der Garnfärbung die gewünschte Wasch- und Speichelechtheit.

 

Sparen bei Modelle

Das meinten 80,5 Prozent: Weil die Geschmäcker eben verschieden sind, weben wir zur Zeit etwa 50 verschiedene Modelle aus ca. 160 unterschiedlichen Garnen. Viele davon mit aufwendig eingewebten Mustern. Das bedeutet: große Lager an Garnen und Tüchern, kleine Chargen bei der Garnfärbung, häufiges und zeitintensives Umrüsten der Webmaschinen.
Anmerkung: Fast alle Eltern waren der Meinung, dass wir zu viele Modelle anbieten. Eine Ansicht, die wir durchaus teilen. Manchmal möchten wir aber etwas Neues bringen, und wenn wir dann ein altes Modell aus dem Sortiment nehmen, werden wir mit der Frage bestürmt, warum wir denn ausgerechnet das schönste Tuch streichen. Jedem genügt im Prinzip ein einziges Modell. Hauptsache es ist das richtige.

 

Sparen bei Service

Das meinten 6,7 Prozent: Perfekte Bindeanleitungen, das Netz der ‘Kontaktadressen’, der Versand von Leihtüchern, persönliche Hilfe per Telefon oder e-Mail, Schulungen für Hebammen, Kurse in Krankenhäusern, das alles braucht viele fachkundige Mitarbeiterinnen.
Anmerkung: Nur 7 Prozent der Eltern möchten oder können auf fachkundige Unterstützung verzichten. Wir werden die Belegschaft also nicht reduzieren.

 

Sparen bei Kontrolle

Das meinten 0,4 Prozent: Man kann sich ja trotz allem nie ganz sicher sein… Deshalb lassen wir unsere Tücher regelmäßig von renommierten Instituten auf ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften hin untersuchen z.B. auf Schadstoffe, Farb- und Speichelechtheit oder Scheuerbeständigkeit. Diese Untersuchungen sind sehr umfangreich und entsprechend teuer.
Anmerkung: Kaum Zustimmung (<0,5 Prozent) fand der Vorstoß, die Kontrollen zu reduzieren. Der großen Mehrheit scheint es also wichtig zu sein, dass die Qualität auch von unabhängigen Stellen bescheinigt wird.

 

Es waren mehrere Nennungen möglich. Daher ist die Summe größer als 100 Prozent.