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Warum es gut ist, ein Baby zu tragen

Der Körperbau eines Babys unterscheidet sich in Vielem von dem eines Erwachsenen: Es hat einen ausgeprägten Rundrücken, der Winkel der Hüftpfanne ist sehr flach, die Beinchen setzen eher seitlich an und sind in Ruhestellung stark abgespreizt. Es kann schon früh den Kopf halten, während sich seine Körperkoordination ansonsten darauf beschränkt, Dinge greifen und festhalten zu können. Das alles wird gemeinhin als Ausdruck der physiologischen Unreife betrachtet.

 

Die Anatomie des Babys

Natürliche Spreiz-Anhock-Haltung

Natürliche Spreiz-Anhock-Haltung

Den runden Rücken kann man noch als Folge der beengten Platzverhältnisse vor der Geburt deuten. Die Spreizhaltung der Beine ist im Sinne der Platzersparnis aber weniger günstig und scheint daher nicht eine Folge dieser Enge zu sein. Es sind also weniger die “Sachzwänge”, die das Erscheinungsbild eines Neugeborenen prägen, als vielmehr die äußeren Umstände, mit denen es nach seiner Geburt zurechtkommen muss. In diesem Sinne ist der Körperbau eines Babys an seine altersspezifischen Verhaltensweisen angepasst.
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Als “Tragling” geboren

Säuglinge nehmen oft eine typische Körperhaltung ein. Besonders wenn sie ruhen oder angehoben werden, ziehen sie die Beine an und breiten die Arme aus. Es sieht so aus, als wollten sie etwas umfassen, und das hat vermutlich seinen Grund:

In grauer Vorzeit, als das Rad noch nicht erfunden und an Kinderwagen noch nicht zu denken war, waren unsere Ahnen in Sachen Nahrungsbeschaffung ständig auf den Beinen. Wer nicht laufen konnte, wurde eben getragen. Die Säuglinge klammerten sich an ihre Mütter. Der Reflex, sich festzuklammern, existiert bei Neugeborenen heute noch. Der Greifreflex der Hände verschwindet aber in den ersten Lebenswochen – er macht auch wenig Sinn, wenn die Mutter kein Fell hat. Die Spreiz-Anhock-Haltung der Beine bleibt dagegen erhalten, bis das Kind auf eigenen Füßen steht.
Es wird wohl noch ein paar tausend Jahre dauern, bis sich die Anatomie der Babys an den Kinderwagen angepasst hat.
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Neugier und Ängste

Hör-Test für Babys: Jemand klingelt – das Baby sieht sich um. Es möchte sehen, wer das Geräusch macht und versucht, das Unbekannte zu erforschen. Dagegen haben die meisten Tierjungen eine angeborene Scheu vor allem Unbekannten. So begeben sie sich nicht in Gefahr, lernen aber auch wenig. Dem Menschenbaby fehlt diese Scheu, und es würde ohne Bedenken auf einen Löwen oder einen Abgrund zukrabbeln. Lebenswichtige Ängste wie die vor großer Höhe, vor großen Zähnen oder vor krabbelndem und schlängelndem Kleingetier entwickelt das Baby erst im Alter von ca. zwei Jahren. Zu seinem eigenen Schutz ist es vorher mit einer speziellen Angst ausgestattet: Der Angst vor dem Alleinsein. Das Gefühl allein zu sein, hat für einen Säugling eine ganz andere Qualität als für ein größeres Kind: Es empfindet diese Situation so, wie sie in der Natur wäre, nämlich als lebensbedrohlich.
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Vom Lernen

Nie mehr lernt der Mensch so viel, wie in den ersten Jahren. Wie schwierig so elementare Fähigkeiten wie koordinierte Bewegung oder die Deutung von Bildern und Geräuschen sind, ahnt der Mensch erst, seit er ziemlich erfolglos versucht, es den Computern beizubringen.
Zum Lernen braucht man Lehrmittel und Gelassenheit. Am Körper von Mutter und Vater fühlt sich ein Baby sicher und gelassen, den Lernstoff bekommt es mit jeder Bewegung und mit jeder neuen Aussicht geliefert. Der Blick aus der Wiege zur Zimmerdecke ist in dieser Hinsicht nicht so ergiebig.
Zu jedem Zeitpunkt seiner Entwicklung ist das Kind für bestimmte Lerninhalte besonders empfänglich. Verpasst es dieses Lernfenster, ist derselbe Inhalt später nur noch sehr viel schwerer zu vermitteln.
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Bedürfnisse äussern

Die wenigsten Babys akzeptieren klaglos, dass Erwachsene manchmal Dinge tun müssen, für die sie beide Hände brauchen. Wenn mal Ruhe in der Wiege herrscht, können wir Eltern in aller Eile das Nötigste erledigen, bis der kleine Liebling wieder auf sein Recht pocht. Ein Baby, das nicht getragen wird, muss seine Bedürfnisse lautstark äußern, um Beachtung zu finden.
Ein getragenes Baby kann subtilere Signale verwenden, und die meisten Probleme (volle Windel, Hunger, zu warm… ) bemerkt der Erwachsene, bevor sie das Baby zu stören beginnen.
Ein Baby, das auch dann getragen wird, wenn es wunschlos glücklich ist, braucht nicht schon beim ersten Aufkeimen eines Wunsches zum “letzten Mittel”, dem Schreien, zu greifen.
In den ersten drei Monaten ist sein Wunsch nach körperlicher Nähe besonders stark. Das Baby verlässt sich noch im Wesentlichen auf seinen Tastsinn, und wenn es die Mutter nicht spürt, ist sie einfach weg. Es fühlt sich verloren, und aus dieser vermeintlichen Notlage heraus beginnt es zu schreien. Die bekannte Drei-Monats-Kolik hat nur selten wirklich mit Bauchweh zu tun.
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Machen Sie es sich leichter

Auch ein paar Kilo Erdenbürger können auf die Dauer ganz schön an den Armen ziehen. Eine Tragehilfe ist also bestimmt eine gute Idee. Bei der Auswahl sollten Sie aber sehr sorgfältig vorgehen. Wenn Ihnen statt der Arme der Rücken weh tut, war die Wahl nicht so gut.
Auch muß die Tragehilfe die Anatomie des Babys berücksichtigen. Oft sieht man Tragehilfen, in denen die Babys aufrecht, mit nahezu gestreckten Beinen sitzen und nur unzureichend gestützt werden. Wenn es an Halt fehlt, wird das Tragen für Sie schnell sehr ermüdend, ganz abgesehen davon, dass die Entwicklung der kindlichen Wirbelsäule und der Hüftgelenke gestört werden kann.

 

 

 

 

 

Was ist eine gute Tragehilfe?

Eine gute Tragehilfe stützt das Baby und verteilt sein Gewicht. Sie umschließt gleichmäßig die Körper des Babys und des Erwachsenen. Beide sind so eng verbunden, dass das Baby beim Gehen und selbst beim Laufen nicht “herumbaumelt”. Natürlich darf die Tragehilfe nirgends drücken oder scheuern.
Sie muss verschiedene Tragepositionen ermöglichen (liegend und aufrecht vorne, seitlich und auf dem Rücken), und das alles muss mit drei Kilo Neugeborenem so gut klappen wie mit 18 Kilo “müder Wanderer”.
Diese Vielseitigkeit bietet nur das Tragetuch.
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Qualität der Materialien

An das Material eines Tragetuchs werden ganz besondere Anforderungen gestellt:
Es muss elastisch sein, darf aber nicht ausleiern. Es muss haltbar und reissfest sein, aber nicht zu schwer oder zu warm. Man muss es oft waschen können, ohne dass es störrisch wird oder aus der Form gerät. Schließlich sollte es schön aussehen, vielleicht hübsch bunt; da Babys aber daran herumnuckeln, darf es keine zweifelhaften Farbstoffe oder Textilausrüstungen enthalten und die Fasern sollen aus kontrolliert biologischem Anbau stammen.
Gut, wenn es dann auch noch in der heimischen Region hergestellt, und nicht aus anonym-globalisierter Quelle geschöpft wird. Diese Kriterien erfüllen alle Babytragetücher von DIDYMOS.
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Ist das schwierig zu binden?

Spreiz-Anhock-Haltung

Spreiz-Anhock-Haltung

Sie stellen die Frage jemandem, der es kann. Da lautet die Antwort natürlich: “Nicht schwerer als Schuhe binden.” Aber es soll ja Leute geben, die von Krawattenknoten dasselbe behaupten…
Am besten Sie lesen, was uns andere Eltern dazu geschrieben haben, oder Sie schauen mal ins Gästebuch. Machen Sie sich doch selbst ein Bild: Als Beispiel finden Sie die Anleitungen für die möglichen Trageweisen hier.
Mit jedem DIDYMOS-Tuch erhalten Sie hervorragende Anleitungen als Heft und als DVD-Film. Sollten trotzdem Fragen bleiben, steht Ihnen unser Team auch am Telefon oder per Email jederzeit zur Seite.

Und zum Schluss erhebt sich noch die Frage, was man mit den Babysachen macht, wenn das Baby größer ist.
Ein Beispiel