WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“:
Köln, 23. März 2006: Junge Mütter sind mit der Betreuung in Stillfreundlichen Krankenhäusern sehr zufrieden. Das ist das Ergebnis einer Studie, die in neunStillfreundlichen Krankenhäusern in Österreich durchgeführt wurde. Der positive Gesamteindruck der Frauen schlägt sich auch in den Geburtstatistiken der beteiligten Kliniken nieder: Trotz des Geburtenrückgangs verzeichnen diese Krankenhäuser steigende Belegungszahlen. „Auch in Deutschland überzeugen Babyfreundliche Krankenhäuser mit hervorragender Betreuungsqualität und können steigende Geburtenzahlen erzielen“, betonte Dr. Michael Abou-Dakn, Erster Vorsitzender der WHO/UNICEF-Initiative und Chefarzt im St. Joseph Krankenhaus in Berlin. Eine politische Unterstützung der WHO/UNICEF-Initiative sei bisher jedoch ausgeblieben. Stillfreundliche/Babyfreundliche Krankenhäuser haben die Anforderungen der internationalen „Babyfriendly Hospital Initiative“ in ihrer Praxis verankert. Von 900 Geburtskliniken bundesweit sind 25 als Babyfreundliches Krankenhaus anerkannt.
Bei der Studie in Österreich wurden in neun Stillfreundlichen Krankenhäusern insgesamt 859 Wöchnerinnen nach ihrer Zufriedenheit mit der Betreuung und der Stillanleitung befragt. 82 Prozent bezeichneten die Leistung der Geburtsklinik als „sehr gut“, 16 Prozent als „gut“. Keine Mutter war mit der Betreuung unzufrieden. Alle Befragten schätzen die hohe Qualität der Stillberatung. 82 Prozent fanden die Stillanleitung „sehr hilfreich“, 96 Prozent die Stillinformationen „ausreichend“. Die Umfrage weist auch die Wirksamkeit der Stillförderung nach: 94 Prozent der Mütter stillten ihre Kinder bei Entlassung. Viele gaben an, sie würden die Geburtsklinik weiterempfehlen.
Positives Umfragewerte auch in Krefeld
Eine Umfrage im Babyfreundlichen Krankenhaus im Klinikum Krefeld kam 2004 zu ähnlich positiven Resultaten. Die Frauenklinik am Niederrhein verglich die Ergebnisse vor und nach Anerkennung als „Babyfreundliches Krankenhaus“. „Ich vermisse nichts“ gaben 81 Prozent der Frauen an, bei der Umfrage vor der Anerkennung waren es 75 Prozent. In anderen nicht als „Babyfreundlich“ anerkannten Krankenhäusern waren mit 46 Prozent weitaus weniger Wöchnerinnen „voll zufrieden“. Auch in Krefeld stufte die Mehrzahl der Mütter die Still-und Ernährungsberatung als sehr wichtig ein. Nach Anerkennung als Babyfreundliches Krankenhaus ist in Krefeld auch die Anzahl der Frauen gestiegen, die ihr Kind so lange wie möglich stillen wollen.
Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an die WHO/UNICEF-Initiative,
Gisela Meese (Geschäftsführerin), Tel.: (02 21) 3 40 99 80