Einwände gegen das Tragen im Tuch


Tragen kann der kindlichen Wirbelsäule schaden
Im Tragetuch nimmt das Baby genau die Haltung ein, die seinen anatomischen Gegebenheiten am besten entspricht. Es sitzt mit gerundetem Rücken, angehocketen Beinen und leicht nach vorn gekippter Hüfte. Diese Körperhaltung sorgt dafür, dass Bewegungen beim Gehen sanft über seine Oberschenkel abgeleitet werden und nicht zu einer Stauchung der kindlichen Bandscheiben führen können. Die auf die Wirbelsäule wirkenden Kräfte sind minimal, da jeder Schritt zunächst vom Skelett des Trägers und dem elastischen Tuch gedämpft wird.
Die ständige Lageveränderung beim Gehen übt darüber hinaus einen Wachstumsreiz auf die Rückenmuskulatur des Säuglings aus.
Ein richtig, d.h. straff gebundenes Trageuch fördert die gesunde Entwicklung der Wirbelsäule.   ···  mehr zu diesem Thema  ···  aktueller Artikel  ···  der Auslöser
 
 
Das Tragen behindert die Atmung
Kinder, die im Tragetuch getragen werden, schreien auffallend seltener als andere Babys und sind insgesamt ruhiger und stressresistenter.
Diese Beobachtung führte vor einigen Jahren zu der These, dass das Tragen die Atmung behindere und die Babys sich in einer Art hypoxischem Dämmerzustand befänden.
Dieser These widersprechen
1. der äußere Anschein
Wenn das Baby im Tragetuch nicht schläft, ist es gewöhnlich auffallend aufmerksam und kommuniziert lebhaft mit seiner Umwelt - von Dämmerzustand keine Spur.
2. die biologischen Tatsachen
Eine Behinderung der Atmung löst beim Säugling, wie beim Erwachsenen, eine heftige Gegenwehr aus. Eine Reaktion, die automatisch vom steigenden CO2-Pegel im Blut ausgelöst wird. Ein Kind, das nicht frei atmen kann, ist also alles andere als ruhig.
3. die direkte Messung
An der Uni-Kinderklinik in Köln wurde 1999 eine vergleichende Studie zur Sauerstoffsättigung durchgeführt. Hier wurde bei getragenen Kindern eine unbedeutend geringere Sauerstoffsättigung (-1%) gefunden, die sich einfach mit der Tatsache erklären lässt, dass die Kinder im Tuch seltener schreien (also weniger hyperventilieren) als im Kinderwagen.
Der enge Körperkontakt wirkt sich direkt stimulierend und regulierend auf das kindliche Atemzentrum aus.   ···  Artikel zu diesem Thema  ···
 
 
Das Kind wird verwöhnt
"Ein Kind muß sich daran gewöhnen, auch mal allein zu sein. Sonst hängt es dir ewig am Rockzipfel."
Das genaue Gegenteil ist der Fall! Die ersten Monate sind prägend für die emotionale Grundeinstellung. Das Baby braucht eine ständige Bestätigung Ihrer Anwesenheit, solange ihm die Einsicht in räumliche und zeitliche Zusammenhänge fehlt. (Die Mama ist nebenan und kommt gleich wieder)
Ob ein Kind in dieser Zeit (Selbst-) Sicherheit oder (Verlust-) Angst erfährt, kann sich grundlegend auf seine Persönlichkeit auswirken.
Je mehr Sie Ihr Kind am Anfang an sich binden, umso leichter wird es ihm fallen, sich später auch mal allein zu beschäftigen.
 
 
Das Tragen verursacht Ihnen Rückenprobleme
Dass es den Bandscheiben nicht förderlich ist, ständig schwere Gewichte herum zu schleppen, ist unbestritten. Die Aufgabe einer Tragehilfe ist es, das zusätzliche Gewicht so zu verteilen, dass es Ihren Körper so wenig wie möglich belastet.
Das DIDYMOS-Tragetuch erfüllt diese Aufgabe in idealer Weise: Das Baby befindet sich so nahe wie möglich an Ihrem Körperschwerpunkt. Durch die besondere Webart wird das Gewicht gleichmäßig auf Schultern, Hüfte und Rücken verteilt, und die besonderen Garne verhindern ein Verrutschen.
Auch unter diesem Gesichtspunkt empfehlen wir, Ihr Baby von Anfang an zu tragen. Mit seiner Gewichtszunahme steigert sich die Belastung für Sie langsam, wodurch Sie eine kontinuierliche Kräftigung Ihrer Rückenmuskulatur erreichen.
Der Trainingseffekt und die besonders aufrechte Körperhaltung beim Tragen können sich sogar positiv auf Ihren Rücken auswirken.



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